Modernisierungs-Kompass hilft individuell

Die am 1. Februar 2002 in Kraft getretene Energieeinspar-Verordnung steigert die Anforderungen an Wärmeschutz und Heiztechnik für Neubauten und für den Gebäudebestand. Private Eigenheimbesitzer sind jedoch von den Neuregelungen so gut wie nicht betroffen, da sie in der Verordnung ausdrücklich von einer Nachrüstpflicht befreit werden. Die verschärften Wärmeschutz-Anforderungen gelten nur für die Fälle, in denen ohnehin Erneuerungsmaßnahmen in größerem Umfang getätigt werden. Beispielsweise wenn der Verputz der Außenwände erneuert wird, muss auch gleichzeitig der Wärmeschutz auf zeitgemäßes Niveau gebracht werden. Das Gleiche gilt für Anbauten und Wohnraum-Erweiterungen sowie beim Eigentümerwechsel. In diesen Fällen sind hinsichtlich des Wärmeschutzes (siehe Tabelle) und der Heiztechnik erhöhte Anforderungen zu erfüllen. Beispielsweise müssen alle Heizkessel, die älter als von 1978 sind, bis zum Jahr 2006 erneuert werden. Wurde nach 1996 ein neuer Brenner installiert, verlängert sich die Frist um zwei Jahre. Unabhängig davon gilt jedoch die Bundes-Immissionsschutz-Verordnung, nach der Heizkessel bestimmte maximale Abgaswerte einhalten müssen. Diese werden vom Schornsteinfeger alljährlich kontrolliert und können bei Überschreitung eine Heizkessel-Modernisierung notwendig machen.

Unabhängig von den geltenden Verordnungen befassen sich viele Hausbesitzer mit Modernisierungs- und Energiespar-Überlegungen. Dabei geht es um Verschönerungen, Umbauten, Ausbauten, Wellness im Badezimmer und auch Energiespar-Maßnahmen im und am Haus. Bei diesen Überlegungen sind sie auf fachlichen Rat angewiesen, denn Energiesparen ist sehr vielschichtig und kann auch falsch angegangen werden. Oft können auch Verschönerungsmaßnahmen innen und außen mit Energiespar-Maßnahmen verbunden werden, so dass zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden können. Experten raten daher, sich vor Beginn der Maßnahme eingehend zu informieren.

Hilfestellung bietet dabei der Modernisierungs-Kompass als kostenloser individueller Ratgeber. Der Fragebogen beinhaltet folgende Bereiche:

Dach (Eindeckung, Wärmedämmung, Dachausbau)
Außenwand (Wärmedämmung, Wertsteigerung, Gestaltung)
Fenster (Schallschutz, Wärmedämmung, Wertsteigerung)
Haustür (Eingangskonzept, Sicherheit, Gestaltung
Bad (Planung, Gestaltung, Wohnwert)
Heizung/Warmwasser (Komfort, Energieeinsparung, Umweltentlastung)
Ofenbau (Kamine, Kachelofen usw.)
Die Informationen werden individuell und verständlich nach den Angaben auf dem Fragebogen aufgebaut, so dass der Hausbesitzer bei seinen Überlegungen zum Haus durch fachliche Entscheidungshilfen unterstützt wird. Dazu gibt es Informationen zu den aktuellen Möglichkeiten der staatlichen Förderung. So werden z.B. die Programme der Kreditanstalt für Wiederaufbau vorgestellt.

Der gesamte Service ist kostenlos. Über 300.000 Hausbesitzer haben den Modernisierungs-Kompass bereits genutzt. Die Unterlagen können unter dem Stichwort "Kompass" angefordert werden bei der Arbeitsgemeinschaft Wohnbau-Modernisierung, Bahnhofstr. 44, 74254 Offenau, Tel.: 07136/ 33 22, Telefax: 07136/ 85 45 oder im Internet unter www.modernisierungs-kompass

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